A Travellerspoint blog

3. Tag

Spectacular Sight

sunny 18 °C

Heute steht die Befahrung einer der tollsten Küstenstraßen der Welt auf dem Programm - der 756 km lange Highway I zwischen San Francisco und Los Angeles. Die zweispurig ausgebaute Straße windet sich streckenweise in engen Haarnadelkurven über tiefe Canyons und gibt immer wieder spektakuläre Blicke auf das offene Meer frei. Dieses Stück Amerikas kannte ich noch nicht und freute mich besonders darauf.

Nach dem Verzehr unseres selbstgemachten Frühstücks im Hotel nahmen wir unser Gepäck und gingen zur Rezeption, wo ich die Parkgebühr bezahlte. Vom Chef des Parkplatzes erhielten wir dann unser Auto unversehrt zurück. Margret setzte unsere Suzie wieder in Betrieb. Der Parkplatzwächter erklärte mir, wie ich am schnellsten vom Hotel aus zur 101 South gelangen könnte, die uns dann zum legendären Highway 1 bringen würde. Wir folgten den Anweisungen unseres Navigationsgerätes auf der sechs-spurigen Autobahn so gut wir konnten. Viel Verkehr in der Nähe der Großstädte ist üblich. Auf der Gegenfahrbahn war jedoch noch mehr los, da in den frühen Morgenstunden alle in die Stadt hineinfahren wollen.

Im Süden der Bucht von San Francisco erreicht man das legendäre Silicon Valley, die „High-Tech-Hauptstadt des Landes". Dieses 30 km lange und 15 km breite Tal beherbergt noch heute mehr Computerfirmen auf vergleichbarer Fläche als irgendwo sonst auf der Welt. Die Garage in Palo Alto, in der William Hewlett und David Packard in den 30er Jahren ihre ersten Patente austüftelten, steht heute unter Denkmalschutz. Wir umfuhren diese Stadt ebenso wie Santa Cruz und überquerten auf der 156 West die Monterey Peninsula.

Kaum hatten wir das Ballungszentrum verlassen, veränderte sich die Landschaft. Große Felder voller Gemüse (Salat, Kraut, Artischocken) taten sich neben der Autobahn auf. Endlich erreichten wir den Highway 1 South und erhaschten damit auch die ersten Ausblicke auf den wilden und fast immer kühlen Pazifik. Teilweise hinter Sanddünen versteckt, lag das tiefblaue Meer. Was will man noch?

Sanddünen bei Monterey

Sanddünen bei Monterey

Monterey ist einer der größten Orte an diesem Küstenstreifen. Hier befindet sich das größte Meerwasseraquarium der USA und hier beginnt auch der atemberaubende 17-Miles-Drive. In dieser Kleinstadt hofften wir auch ein schönes Lokal zu finden, wo wir frühstücken könnten, denn unser Magen meldete sich. Zu Hause wäre es gerade 12:00 Uhr – Mittagszeit – kein Wunder also. Da es aber auch hier Nachsaison ist, waren nicht so viele Lokale geöffnet. Auf dem Gelände der Old Fisherman’s Wharf fanden wir einen kitschigen Diner, wie aus einem Film. Hier dürfte das Essen gut sein, denn der Laden platze aus allen Nähten. Die freundliche Dame am Empfang sagte mir, dass sie in etwa einer halben Stunde einen Tisch für uns hätte. War uns eigentlich auch ganz recht. Wir waren ja schon wieder über zwei Stunden gefahren und ein kleiner Spaziergang im Monterey Yacht Club würde uns gut tun.

Yachtclub Monterey Bay

Yachtclub Monterey Bay

Hier gab es zwar keine ganz großen Luxusyachten, aber die Anzahl an wunderschönen Segelbooten war enorm. Unzählige Leute in Neoprenanzügen warteten am Strand auf ihren Surflehrer. Der Pazifik ist ein eher rauer Knabe und die Wellen des wilden Wassers werden hier von Jung und Alt zum Wellenreiten genutzt. Im anderen Teil der Bucht hörte man die Rufe von Seehunden, die hier ihre Heimat haben. Früher als gedacht erhielten wir einen Tisch im Lokal. Die Tische im Außenbereich standen zwar alle in der Sonne, aber die leichte Brise vom Meer her lud nicht dazu ein, draußen zu sitzen. Wenn wir schon direkt am Meer saßen, entschlossen wir uns, etwas Fischiges zu essen – Omelette mit Ziegenkäse, Lachs und Spargel. Es war wirklich köstlich!

Ab hier übernahm Peter das Steuer. Ich wusste, dass der 17-Miles-Drive irgendwo in Monterey beginnen sollte. Da es dort keinen größeren Ort gibt, konnten wir Suzie auch nicht darauf programmieren. Als ich das Schild sah, war es auch schon zu spät, Peter zum Abzweigen zu bewegen. Außerdem wurde Peter schon ganz nervös, weil auf dem Display unseres Autos eine Warnlampe leuchtete. Also suchten wir eine Tankstelle, um herauszufinden, was los war. Auch Margret, die selbst einen Passat fährt, konnte mit der Meldung nichts anfangen. Die Tankstelle, an der wir anhielten, war nur mit einer Dame an der Kasse besetzt, die keine Ahnung von Autos hatte. So fuhren wir zur nächsten. Auf dem Weg dorthin fiel mir ein, dass dieselbe Warnung auch mal beim Dienstwagen aufleuchtete, als ich mit ihm unterwegs war. Also ließen wir bei der nächsten Tankstelle den Reifendruck überprüfen. Der Tankwart empfahl uns jedoch eine benachbarte Werkstätte aufzusuchen, was wir auch taten. Der Mechaniker dort überprüfte nochmals den Druck und das Warnlicht leuchtete weiter bis ans sichere Ende unserer Reise.

Ich sagte Peter, dass er nochmals in den Ort zurückfahren sollte, damit ich das Schild suchen konnte. Suzie wollte uns durch aufgeregte Zurufe zum Umkehren zwingen. Doch da tauchte auch schon die Abzweigung auf. Diese Aussichtsstraße ist eine der wenigen in den USA für die man Maut zahlen muss. Aber um in den Genuss dieser schönen Landschaft zu kommen, zahlten wir gerne US $ 10,00. Man wird im Einbahn-System rund um die ganze Halbinsel geführt, die zum Großteil aus aneinandergereihte Golfplätze und Luxusvillen besteht. Ich glaube, dass man fast nirgends wo auf der Welt, direkt am Strand Golf spielen kann.

Golfplatz am Strand mit Villen, 17-Miles-Drive

Golfplatz am Strand mit Villen, 17-Miles-Drive

Der Rest der Halbinsel bestand aus naturbelassenen Stränden und Wäldern. Eine Bucht war schöner als die andere. Kein Wunder, dass sich hier die reichsten der Reichen niedergelassen haben. Die Mitgliedsgebühren in diesen Golfclubs zählen zu den höchsten der Welt.

17-Miles-Drive

17-Miles-Drive

Jedoch mussten wir diesen schönen Ort verlassen, denn eine weite Strecke mit noch sehr vielen schönen Orten lag vor uns. So viel Schönheit und ich konnte sie nicht festhalten. Schon seit dem ersten Tag wollte mein Fotoapparat nicht so richtig funktionieren. Jetzt kann ich überhaupt nicht mehr abdrucken. Es ist fast wie eine Strafe für mich. Aber ich versuchte es einfach als einen Wink von oben zu verstehen, mich zu erholen.

Die Küste war sehr abwechslungsreich. Mal führte die Straße entlang von Steilklippen, mal grasten Kühe auf flachen, grünen Weiden, die bis an den Strand reichten. Wir mussten auch über etliche hohe Brücken fahren, um tiefe Canyons überqueren zu können. Die 86 m hohe Bixby Bridge ist die höchste Einzelbogenbrücke der Welt. Den Ort Big Sur, in dem es scheinbar nur eine Tankstelle und ein Hotel gibt hatten wir auch bald durchfahren.

Küste entlang Highway 1

Küste entlang Highway 1

Kurz bevor wir nach etwa 300 Kilometern unser Etappenziel in Cambria erreichten, tauchte auf einem Hügel Hearst Castle auf. Das in den Jahren 1922 bis 1950 gebaute Schloss des Medienzars William Randolph Hearst kostete Schätzungen zu Folge etwa 30 Millionen Dollar. Die Mischung aus Kunst und Kitsch könnte heute für geschätzte 300 bis 400 Millionen Dollar verkauft werden. Das Anwesen diente als Vorbild des Schlosses Xanadu im Film Citizen Kane von Orson Welles. Von hier aus sollte man den Sonnenuntergang gut betrachten können.

Wir zogen es allerdings vor, den Seeelefanten am Strand im Abendlicht zuzusehen. So viele hatte ich zuvor eigentlich nur auf Kangaroo Island in Australien gesehen. Hier im San Simeon State Park gingen sie aber genauso liebevoll miteinander um. Viele küssten sich und spielten miteinander.

Seaelefanten im San Simeon State Park

Seaelefanten im San Simeon State Park

Als wir unser Hotel suchten, fing es schon an dämmrig zu werden. Das Hotelschild war durch ein Werbeplakat für den örtlichen Weihnachtsmarkt überdeckt und so konnten wir erst nach einem kleinen Ausritt in die Pampa (Schotterweg durch den Wald) und einen zweiten Versuch die Lodge finden. Ein kleines Apartment konnten wir für eine Nacht unser eigen nennen. Wir entschlossen uns im gemütlichen Restaurant des Hotels zu essen, was sich als sehr gute Idee herausstellte. Viel Holz und Blumentapeten ließen uns vergessen, dass wir eigentlich sehr weit von zu Hause weg waren. Europäisches Flair breitete sich aus. Die Besitzer waren wohl mal vor vielen Jahren aus Deutschland ausgewandert. Der Koch konnte ebenfalls haubenmäßig kochen.

In unserem geräumigen Wohnzimmer mit offenem Kamin ließen wir den Abend bei einem Gläschen ausklingen.

Für alle zu Hause gebliebenen:

Für das Postkartenschreiben wird nicht viel Zeit bleiben. Deshalb auf diesem Wege herzliche Grüße an alle.

Posted by FEgoesUSAwest 02:33 Archived in USA

2. Tag

Auf den Spuren der "Straßen von San Fransisco"

sunny 19 °C

Tagwache war schon um 7:00 Uhr. Wir hatten ja schließlich nicht Urlaub, sondern waren auf einer Besichtigungstour. Dann Fertigmachen und im Zimmer Frühstück kochen. Kaffeemaschine mit Kaffeepads und Teesäckchen, Zucker und Milchweißer gehören zur Standardausstattung eines jeden Hotelzimmers in Amerika. Einen trockenen Keks dazu und schon ist die erste Mahlzeit des Tages erledigt.

Unser Hotel lag in der Nähe der Powell Street Station, wo die historische Straßenbahnlinie startet. Mit einem Wagon dieser F-Linie sind wir dann auch in 45 Minuten Fahrt am Pier 41 angelangt, von wo aus unsere Stadtrundfahrt beginnen sollte. Bei der Greyline tauschten wir unseren Voucher gegen eine Fahrkarte ein. Da wir so pünktlich da waren, konnten wir auch die erste Sitzreihe im Obergeschoß des roten Doppeldeckerbusses ergattern. Von dort aus hatten wir eine gute Aussicht auf eine der schönst gelegenen Städte der Welt, auf San Fransisco.

Blick auf San Fransisco von den Twin Peeks aus

Blick auf San Fransisco von den Twin Peeks aus

Vorerst fuhren wir den Piers entlang. Der Sonnenschein und das blaue Meer ließen den Tag natürlich noch schöner wirken. Am beeindruckendsten war das Rathaus, ein mächtiger Kuppelbau, mit reichlicher Goldverzierung. Die Transamerika-Pyramide ist ein modernes nach oben hin immer schmäler werdendes Gebäude, dessen letztes Geschoß nur 4 m² hat. So soll noch Sonne auf den Straßenzug gelangen. Die Missionsstation Dolores ist eines der ältesten Gebäude der Stadt, wo wir auch 20 Minuten lang eine Pause machten. Kein Kaffeehaus weit und breit.

Rathaus San Fransisco

Rathaus San Fransisco

Nächster Halt waren dann die Twin Peeks, von wo aus die Aussicht auf die Stadt am schönsten ist. Die vielen Hochhäuser im moderneren Teil der Stadt sind schön an der Bucht angeordnet. San Fransisco ist mit circa 800.000 Einwohnern die viergrößte Stadt des Staates Californien. Der Stopp im Golden Gate Park wurde dazu genutzt, den ersten Hotdog zu essen. Der absolute Höhepunkt der Stadtrundfahrt war aber der Blick und die Fahrt über die Golden Gate Bridge, dem Wahrzeichen der Stadt.

Golden Gate Bridge

Golden Gate Bridge

Nachdem wir uns mit Kaffee und Donuts gestärkt hatten, stand eine Bootsreise zur Gefängnisinsel Alcatraz auf dem Programm. Nicht nur berühmte Verbrecher wie Al Capone saßen hier ein, sondern auch ganz normale Menschen. Das schlimmste war, dass man wusste, dass die Schönheit der Stadt so nahe lag und man sie nicht genießen konnte. Tatsächlich war das schönste dieser Fahrt der Ausblick auf die Stadt und die Rückreise auf das Festland.

Gefängnisinsel Alcatraz

Gefängnisinsel Alcatraz

Einen Blick auf den berühmtesten Teil der Lombard Street, dem Russian Hill, konnten wir auch noch erhaschen. Die blumengeschmückte Straße hätte ohne die Zick-Zack-Führung eine Steigung von 27 %.

Russian Hill, Lombard Street

Russian Hill, Lombard Street

Eine Fahrt mit dem Cablecar, wie im Krimi der „Straßen von San Fransisco“, vervollständigte den Tag. Nach dem Essen im Fischerman’s Wharf, nutzten wir wieder die alte Straßenbahn zur Rückfahrt ins Hotel. Die Gegend in der das lag, war ein alter Teil der Stadt, dessen Gebäude für eine Filmkulisse aus alten Zeiten hätte dienen können. Auch sah man hier den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich. Hier übernachteten viele auf den Straßen unter schwarzen Plastikfolien und hatten einen Einkaufswagen mit ihrem ganzen Hab und Gut neben sich stehen.

San Fransisco Cable Car

San Fransisco Cable Car

Wir waren froh auf unser Bett in einem recht schönen Hotelzimmer.

Posted by FEgoesUSAwest 02:31 Archived in USA

Tag 1

Der Tag hat mehr als 24 Stunden

sunny 5 °C

Heute hieß es früh aufstehen. Da es vom Flughafen Klagenfurt aus keinen Flug mehr nach München gibt, startete unsere diesjährige Novemberreise mit einer Anreise zum Flughafen Graz. Abfahrt 2:15 Uhr. Florian und Helmut haben in Sichtflug (krasser Nebel auf der Autobahn) uns sicher zum Flughafen Graz gebracht. Von dort aus startete die Maschine LH 2347 um 06:00 Uhr nach München. Das Flugzeug war total unterkühlt, da es ohne Decke auf der Rollbahn übernachten hatte müssen. Da der Flug so kurz war (50 Minuten) brauchten wir unsere Mäntel gar nicht auszuziehen. Zur Beantwortung des Fragebogens der Lufthansa über den Flug hätten wir auch noch einige Meilen gebraucht.
In der Stadt der Weißwürste haben wir uns mit Peter getroffen. Der Direktflug LH 458 nach San Francisco hebt um 16:00 Uhr ab. Gut, dass wir einen Nachtflug haben, denn so kommen wir hoffentlich ausgerastet um 19:15 Uhr (4:15 Uhr nächster Tag nach Kärntner Zeit/9 Stunden Zeitverschiebung) an.

Die erste Sicherheitskontrolle für USA haben wir hinter uns gebracht. Jetzt suchen wir uns ein schönes Lokal für ein Sektfrühstück, denn unsere Reise wollen wir ja prickelnd beginnen. Danach gibt es für Peter einen Weckruf. Er war schon am Vortag nach München angereist und hatte irgendwo in der Bahnhofsgegend übernachtet. Gegen Mittag würden wir uns mit dem Schweizer Gebirgsjäger treffen.

Freudige Umarmung! Mit wem? Na ja, Direkt nach den Sicherheitskontrollen fanden ein Lokal. Dort haben wir uns in exponierter Lage plaziert. Jetzt wissen wir allerdings nicht, ob Peter uns oder das Lokal gefunden hat. Pils und Aperol-Spritz gab es auch. Auf den Mittagstisch kommen Weißwürste. Mahlzeit!

Dann mussten wir nochmals durch die strengen Sicherheitskontrollen, damit wir in den US-Terminal kamen. Haben wir auch überstanden. Um 16:00 Uhr soll das Flugzeug starten und dann ab nach San Fransisco, wo wir nach 12 Stunden landen sollten. Noch immer am selben Tag, Donnerstag, 8. November 2012 etwa 19:00 Uhr. Deshalb: Heute hat der Tag mehr als 24 Stunden!

Als wir durch den letzten Sicherheitscheck durch waren, wo ich noch in einem stillen Kämmerchen meinen Geldgürtel ablegen musste, sahen wir schon unsere Maschine am Eingangsrohr hängen. Sie war gerade angekommen und die Passagiere stiegen aus. Sofort wurde sie an alle möglichen Kabel und Schläuche angehängt und eine gut einstudierte Routine begann. Dreck entleeren, auftanken und frische Lebensmittel und so weiter nachfüllen. Doch dieser Vorgang wurde plötzlich unterbrochen. Die Maschine angehängt und Richtung Hangar geschleppt. Nach kurzer Zeit wurde sie wieder an ihren Ausgangsplatz gebracht. Welcher Reparatur sie sich unterziehen musste, wurde uns nicht mitgeteilt, jedoch startete unser Flug Richtung San Fransisco pünktlich um 16:00 Uhr.

Der Airbus 340/600 ist toll. Der Sitzabstand ist etwas geräumiger als in den sonstigen Maschinen. Die 6 recht großen Toiletten befinden sich im Keller der Maschine. Das Treppensteigen ist nach dem langen Sitzen jedes Mal eine Wohltat. Außerdem gibt es dort auch eine kleine Bar, wo man jederzeit ein Glas Coke, Wasser oder O-Saft trinken kann und Bretzel und Schokolade gibt es auch für die ganz Hungrigen. Unsere Sitzplätze waren direkt am Abgang und so hatten wir auch nach hinten keinen Nachbarn, der sich aufregte, wenn wir unsere Lehnen nach rückwärts schoben.

Die Maschine hob Richtung Norden ab. Über Island und Grönland lag viel Eis unter uns. Der Sonnenuntergang über dem Wolkenmeer war toll. Es sah so aus, als ob sich die Sonne wie ein Lavastrom über die Wolken ergoss. Bald wurde es dämmrig. Kurz vor Vancouver sah man, dass die Rocky Mountains auch schon schneebedeckt sind. Wir versuchten jedoch so gut es ging, Schlaf zu finden und unter die Decke gekuschelt fanden wir schnell Ruhe.

Sonnenuntergang über Grönland

Sonnenuntergang über Grönland

In San Francisco gelandet, mussten wir alle Einreiseformalitäten erledigen. Bis 72 Stunden vor der Einreise muss man sich schon über Internet mit einem ESTA-Formular registrieren lassen. Dies hatten wir gemacht und das Zollformular im Flugzeug ausgefüllt. Wir hatten Glück, dass die meisten Passagiere US-Bürger waren und so standen nicht viele Ausländer vor uns, die ebenfalls in die USA einreisen wollten. Die Befragung war eher kurz und ich hatte nicht damit gerechnet, so schnell die bürokratischen Hürden überwinden zu können.

Die Koffer fanden wir auch gleich am Band – ebenso das Schild, das uns zu unserem Mietwagen führen sollte. Mit der Flughafenbahn fuhren wir etwa 10 Minuten bis zu einer großen Halle, in dem wohl alle Mietwagenfirmen ihre Schalter hatten. Der Beamte bei Alamo hatte schon einen Vertrag für uns vorbereitet und übergab uns auch das Navigationsgerät. Die Sprache wurde sofort auf Deutsch umgestellt. In der angeschlossenen Tiefgarage konnten wir uns einen Mietwagen der Kategorie Full-Size aussuchen. Zur Auswahl standen mehrere Chevis, ein VW-Passat und ein Toyota. Peter wollte die Amis nicht und ich nicht den Japaner. Übrig blieb ein verlässlicher Deutscher, mit dem wir es gut getroffen hatten. Der Kofferraum bot Platz für unsere Ungetüme und die Rucksäcke und Wintermäntel. Der Innenraum bot viel Fußfreiheit.

Mit dem Navi sollten wir eigentlich schnell ins Hotel finden, das nur einige Kilometer vom Airport entfernt lag. Ich hatte so ein Gerät noch nie bedient. Gut, dass Margret alle technischen Geräte zum Laufen bringen konnte. Ich hatte bereits zu Hause eine Mappe mit vielen wichtigen Informationen zusammengestellt. Hier fanden wir auch sofort die Adresse unseres Hotels und konnten so unsere“ Suzie“ mit allen nötigen Informationen füttern. Suzie wurde im Verlauf der Reise eine geliebte Reisebegleiterin. Für das Erste fragte ich allerdings den Wächter am Schranken, wie wir am besten zur US 101 North kommen würden. Das Steuer des Automatikwagens hatte ich übernommen, die Navigation Margret. Es sollte sich später herausstellen, dass dieses Duo so sehr gut funktionieren würde und alle Ziele fast fehlerlos erreicht werden konnten.

In der Dunkelheit konnten wir zwar von der Großstadt San Fransisco nicht mehr viel sehen, doch war die nächtliche Skyline sehr imposant. Nach kurzer Zeit hatten wir auch schon das Hotel Metropolis erreicht. In der Hotelbeschreibung stand, dass sich neben dem Hotel ein Parkplatz befinden würde. So leicht ist es sonst nicht, in einer Großstadt einen Parkplatz zu finden. Wir luden die Koffer aus und gingen zur Rezeption. Dort legte ich den ersten Voucher vor und löste ihn gegen zwei Schlüsselkarten für zwei Zimmer für zwei Nächte ein. Die nette Dame gab uns eine Bestätigung für unseren Autoschlüssel und das Auto wurde für uns sicher abgestellt.

Unsere Ankunft wollten wir gebührend feiern. Margret hatte einen Carlos eingepackt und mit ihm konnte auf eine gute Reise angestoßen werden. Eigentlich war es ja schon 6:00 Uhr morgens in Kärnten. Deshalb rief ich auch gleich meine Mutter an und teilte ihr mit, dass wir gut angekommen waren. Um die Zeitumstellung leichter und schneller zu überwinden, entschlossen wir uns noch die nähere Umgebung des Hotels auszukundschaften. Am nächsten Morgen sollten wir ja schon um 9:00 Uhr im Tourbus sitzen. Jetzt mussten wir noch die Haltestelle der Straßenbahn suchen, die uns zum Pier 41 bringen sollte.

Genau ums Eck vom Hotel lag sie. Auf dem Weg dorthin sahen wir viele Menschen, die schon ihr Nachtquartier auf der Straße bezogen hatten. Eigentlich fing unsere Reise so traurig an. An keiner anderen Stelle unserer Reise fiel uns die Armut so auf, wie in San Fransisco.

Bei uns meldete sich der Magen. Eigentlich war es Zeit zum Frühstücken. Wir hatten auf unseren Weg eine Pizzabude gesehen. Wir gingen dorthin und bestellten eine – wie für Amerika üblich – XXL-Pizza. Schnell kauften wir eine Flasche Wein und eine Dose Bier dazu und das ungewöhnliche Frühstück-Abendessen auf der anderen Seite der Welt konnte beginnen. So eine köstliche Pizza hatte ich schon lange nicht mehr gegessen. Der kalifornische Wein ist ja bekanntlich auch sehr gut. Wir durften nur nicht vergessen unsere Uhren umzustellen und einen Wecker zu stellen.

Pizza Pie

Pizza Pie

Good Night Amerika! Guten Morgen Österreich!

Für Flo: Pyramide in Kühlung nicht vergessen. Danke für den angenehmen Transport. Bis später.

Der Tag hatte heute ja tatsächlich mehr als 24 Stunden gehabt!

Posted by FEgoesUSAwest 02:18 Archived in Germany

Noch zu Hause

Tropensturm Sandy und US Wahlen

sunny 5 °C

Gut, dass wir erst jetzt unsere Reise in die USA antreten. Fast hätte uns der Tropensturm Sandy einen Strich durch die Rechnung gemacht. New York City steht unter Wasser und ist ohne Strom. Bis wir gegen Ende des Monats dorthin kommen, werden die Hauptschäden schon beseitigt sein. Unser Hotel hat es nicht erwischt. Alles steht noch.

Die Wahlen wurden auch heute Nacht geschlagen und Obama kann wieder weiter machen. Er ist wohl das kleinere der zwei großen Übel - so sagten ebenfalls meine Bekannten in USA.

Die Nacht wird kurz. Margret mit Familie kommt mich schon so gegen 2:00 Uhr morgens abholen. Es wird ein langer Tag werden.
Bis bald!

Je nach Zeit, Lust und Laune wird diese Seite aktualisiert werden.

Goodbye Austria

Posted by FEgoesUSAwest 02:52 Archived in Austria

Noch zu Hause

Kofferpacken

overcast 8 °C

Nach einem wirklich strahlend schönen und warmen Herbst ist heute der erste Tag, an dem der Nebels mittags noch immer tief herunterhängt. Zum Wochenende wird der erste Schnee vorhergesagt. Dann wird uns das Wegfahren auch leichter fallen. Laut 14-Tages Prognossen schaut das Wetter auf der Westküste der USA recht schön aus.

Wir können davon ausgehen, dass wir für Warm und Kalt etwas einpacken müssen. Wie immer ist Mode alla "Zwiebel" angesagt. Morgens kühl - mehr Lagen, Mittags warm - weniger Lagen. Da wir auch auf eine Seehöhe von etwa 2.700 m fahren, könnte es auch kalt werden.

Also Alles rein in den Koffer, was rein passt und nicht mehr als 23 Kilo ausmacht. Etwas Platz müssen wir natürlich auch für gekaufte Mitbringsel lassen. Da das Wetter das Wochenende über schlecht wird, könnte ich die Zeit nutzen, "to straight out my suitcase".

Bis bald

Posted by FEgoesUSAwest 02:58 Archived in Austria

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