A Travellerspoint blog

2. Tag

Auf den Spuren der "Straßen von San Fransisco"

sunny 19 °C

Tagwache war schon um 7:00 Uhr. Wir hatten ja schließlich nicht Urlaub, sondern waren auf einer Besichtigungstour. Dann Fertigmachen und im Zimmer Frühstück kochen. Kaffeemaschine mit Kaffeepads und Teesäckchen, Zucker und Milchweißer gehören zur Standardausstattung eines jeden Hotelzimmers in Amerika. Einen trockenen Keks dazu und schon ist die erste Mahlzeit des Tages erledigt.

Unser Hotel lag in der Nähe der Powell Street Station, wo die historische Straßenbahnlinie startet. Mit einem Wagon dieser F-Linie sind wir dann auch in 45 Minuten Fahrt am Pier 41 angelangt, von wo aus unsere Stadtrundfahrt beginnen sollte. Bei der Greyline tauschten wir unseren Voucher gegen eine Fahrkarte ein. Da wir so pünktlich da waren, konnten wir auch die erste Sitzreihe im Obergeschoß des roten Doppeldeckerbusses ergattern. Von dort aus hatten wir eine gute Aussicht auf eine der schönst gelegenen Städte der Welt, auf San Fransisco.

Blick auf San Fransisco von den Twin Peeks aus

Blick auf San Fransisco von den Twin Peeks aus

Vorerst fuhren wir den Piers entlang. Der Sonnenschein und das blaue Meer ließen den Tag natürlich noch schöner wirken. Am beeindruckendsten war das Rathaus, ein mächtiger Kuppelbau, mit reichlicher Goldverzierung. Die Transamerika-Pyramide ist ein modernes nach oben hin immer schmäler werdendes Gebäude, dessen letztes Geschoß nur 4 m² hat. So soll noch Sonne auf den Straßenzug gelangen. Die Missionsstation Dolores ist eines der ältesten Gebäude der Stadt, wo wir auch 20 Minuten lang eine Pause machten. Kein Kaffeehaus weit und breit.

Rathaus San Fransisco

Rathaus San Fransisco

Nächster Halt waren dann die Twin Peeks, von wo aus die Aussicht auf die Stadt am schönsten ist. Die vielen Hochhäuser im moderneren Teil der Stadt sind schön an der Bucht angeordnet. San Fransisco ist mit circa 800.000 Einwohnern die viergrößte Stadt des Staates Californien. Der Stopp im Golden Gate Park wurde dazu genutzt, den ersten Hotdog zu essen. Der absolute Höhepunkt der Stadtrundfahrt war aber der Blick und die Fahrt über die Golden Gate Bridge, dem Wahrzeichen der Stadt.

Golden Gate Bridge

Golden Gate Bridge

Nachdem wir uns mit Kaffee und Donuts gestärkt hatten, stand eine Bootsreise zur Gefängnisinsel Alcatraz auf dem Programm. Nicht nur berühmte Verbrecher wie Al Capone saßen hier ein, sondern auch ganz normale Menschen. Das schlimmste war, dass man wusste, dass die Schönheit der Stadt so nahe lag und man sie nicht genießen konnte. Tatsächlich war das schönste dieser Fahrt der Ausblick auf die Stadt und die Rückreise auf das Festland.

Gefängnisinsel Alcatraz

Gefängnisinsel Alcatraz

Einen Blick auf den berühmtesten Teil der Lombard Street, dem Russian Hill, konnten wir auch noch erhaschen. Die blumengeschmückte Straße hätte ohne die Zick-Zack-Führung eine Steigung von 27 %.

Russian Hill, Lombard Street

Russian Hill, Lombard Street

Eine Fahrt mit dem Cablecar, wie im Krimi der „Straßen von San Fransisco“, vervollständigte den Tag. Nach dem Essen im Fischerman’s Wharf, nutzten wir wieder die alte Straßenbahn zur Rückfahrt ins Hotel. Die Gegend in der das lag, war ein alter Teil der Stadt, dessen Gebäude für eine Filmkulisse aus alten Zeiten hätte dienen können. Auch sah man hier den krassen Unterschied zwischen Arm und Reich. Hier übernachteten viele auf den Straßen unter schwarzen Plastikfolien und hatten einen Einkaufswagen mit ihrem ganzen Hab und Gut neben sich stehen.

San Fransisco Cable Car

San Fransisco Cable Car

Wir waren froh auf unser Bett in einem recht schönen Hotelzimmer.

Posted by FEgoesUSAwest 02:31 Archived in USA

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