A Travellerspoint blog

Tag 17

Abschied von USA

overcast 5 °C

Da unser Flug erst um 15:45 Uhr nach Frankfurt abheben würde, bleib uns am Vormittag noch ein bisschen Zeit, die nähere Umgebung etwas unsicher zu machen. Ein gutes Frühstück ist nie verkehrt! Wer weiß wann und vor allem was wir im Flieger zu essen bekommen würden.

Da es in der Nähe unseres Hotels noch einige günstige Einkaufsmöglichkeiten gab, konnten wir uns die Zeit damit vertreiben, die Wühltische nach Schnäppchen zu durchsuchen. Sogar Peter war fündig geworden. Obwohl er behauptete, dass in seinem Koffer nichts mehr Platz haben würde, entschloss er sich doch noch einige Pullover zu kaufen, die ihm sehr gut standen. Natürlich fanden Margret und ich auch noch etwas.

Da wir unser Hotelzimmer erst gegen Mittag räumen mussten, hatten wir noch die Gelegenheit, unsere Koffer in aller Ruhe fertig zu machen. Margret war Peter beim Beladen behilflich. Da er noch sehr viel Platz hatte und keine Gewichtsprobleme, bat ich ihn eine Schachtel Pancakemehl für mich mitzunehmen. So konnte ich die Einkäufe, die als Weihnachtsgeschenke gedacht waren, alle in meinem Koffer unterbringen. Dann war es soweit. Wir schulterten unsere Rucksäcke und zogen unsere Koffer hinter uns her.

Gegenüber war Penn Station. Von dort aus fuhren wir mit der Long Island Rail Road zur Jamica Station und von dort aus mit dem Air Train zum Terminal. Von der Eisenbahn aus konnte ich noch einen letzten Blick auf die Skyline von New York mit dem Empire State Building werfen. Wer weiß, wann ich meine alte Heimat wiedersehen würde. Irgendwie war ich sehr traurig, obwohl ich mich schon wieder auf meine neue Heimat freute.

Die Fahrt zum Flughafen kam uns viel kürzer vor, als die Fahrt ins Hotel. Jetzt kannten wir den Weg schon und wir wussten auch, wie wir die Fahrkarten kaufen mussten. Dann begann wieder die Suche nach einem Lufthansa-Schalter zum Einchecken. Margret und ich hatten wiederum keine Probleme. Peter’s Flug war nicht richtig umgebucht worden. Der nette Herr am Schalter hatte sich jedoch sofort bereit erklärt, für uns zum Ticketschalter zu gehen und dort alles Notwendige zu erledigen. Es dauerte etwas. Gut, dass wir so früh am Flughafen waren und die Schlange vor dem Schalter nicht lange war. Schließlich kam der Beamte mit der Nachricht, dass Peter doch mit uns nach Hause fliegen konnte, zurück.

Auf unseren Koffer wurde zwar der übliche Anhänger angebracht, wir konnten ihn jedoch nicht am Schalter abgeben. In der Mitte der Halle war eine Röntgenstation. Hierhin musste man seinen Koffer bringen. Dort wurde er durchleuchtet und auf einen Gepäckwagen gestellt. Wir beschlossen solange zu warten, bis unsere Koffer auf diesen waren. Das dauerte aber lange. Wir hatten jedoch Zeit. Obwohl? Viel Zeit würden wir sicher wieder für die Sicherheitskontrollen benötigen. Und so war es auch. Wieder einmal mussten wir die Schuhe ausziehen und die Gürtel ablegen. Peter wurde immer verschärft kontrolliert wegen seiner künstlichen Hüfte. Mit einem kleinen Streifen Papier wurde ein Abstrich genommen und durch eine Maschine gelassen. Er musste auf das Ergebnis warten, bevor er passieren durfte. Margret hatte ihren Pancakemix im Rucksack verstaut. Auch hier wurde eine Probe genommen. Die Ergebnisse fielen positiv aus und wir konnten passieren.

Um 15:45 Uhr sollte der Airbus 330/300 der Lufthansa abheben. Die Maschine war schon gelandet. Man konnte sehen, wie die ersten Koffer in den Bauch des Flugzeuges verschwanden. Es war schon ein Riesenvogel – Spannweite 60,30 Meter. Das Boarden begann. Peter saß ein paar Reihen vor uns. Er wurde jedoch von der Flugbegleiterin gebeten, den Platz zu tauschen. Auf seinem Platz saß dann eine Mutter mit einem Baby. Ihr wurde gleich ein kleines Bettchen gebracht, dass sie vor sich in einer Wandhalterung befestigen konnte. Peter war uns etwas näher gerückt.

Das Flugzeug verließ zeitgerecht seine Parkposition und wurde auf das Rollfeld gelotst. Dann ertönte über Lautsprecher die Ansage des Kapitäns, dass wir erst in 20 Minuten starten konnten. Vor uns wartete eine Schlange von 22 Flugzeugen auf eine Starterlaubnis. Immerhin ist JFK einer der größten Flughäfen der Welt. Da tummeln sich an einem Tag mehr Maschinen auf dem Rollfeld herum, als Klagenfurt in einem Jahr zu Gesicht bekommt.

Auf dem Rollfeld, Flughafen JFK New York

Auf dem Rollfeld, Flughafen JFK New York

Während wir warteten, ging die Sonne langsam unter. Obwohl wir noch gar nicht abgehoben hatten, fühlte ich mich dem Himmel schon sehr nahe.

Sonnenuntergang am Rollfeld

Sonnenuntergang am Rollfeld

Endlich erhob sich der Vogel in die Lüfte. Wir hatten 6.196 Kilometer und viel Wasser vor uns. Gut, dass wir einen Nachtflug hatten. Gleich nach dem Abendessen schlief ich ein. Erst um 5:40 Uhr des nächsten Tages würden wir in Frankfurt landen. Ich wünsche angenehme Nachtruhe!

Posted by FEgoesUSAwest 02:50 Archived in USA

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