A Travellerspoint blog

7. Tag

Stadt der Spieler

sunny 16 °C

Heute ließen wir den Tag mal langsam beginnen und stellten keinen Wecker. Peter nahm die Gelegenheit wahr, wieder mal in Ruhe zu turnen, da er alleine im Zimmer mehr Platz dafür hatte. Wir gingen zum Subway und holten uns dort Sandwiches mit Eier und Speck und machten uns im Zimmer Tee bzw. Kaffee dazu. Frühstück im Bett ist auch mal ganz nett.

Beim Frühstücken kam die Obermeldung von Peter: „Ich möchte doch auf dem Hubschrauberflug mitkommen!“. Ich hätte doch wetten sollen. Ich wusste ja schon, dass ich die Wette gewinnen würde. Wir würden sehen, ob wir da noch was machen konnten. Danach gingen wir zur Rezeption. Neun Uhr vormittags und so viele Leute beim Ein- und Auschecken. Die Flieger kommen den ganzen Tag und die Nacht über an, so ist immer ein Kommen und Gehen. Wir buchten eine Show für den Abend und suchten dann den Ausgang zur Straße, der nur über das Casino führte.

Ziel war es, unsere Einkäufe heute zu erledigen. Gegenüber unserem Hotel wurden wir auf eine riesengroße Colaflasche aufmerksam. So besuchten wir ein Geschäft, das nur Artikel verkauft, die mit Cola zu tun haben. Das nächste Geschäft hatte sich auf M&Ms spezialisiert und so konnte auch Corinna’s Wunsch nach der Spezialsorte „Mint“ erledigt werden. Glück hatten wir auch im Reisebüro. Ein Platz im Hubschrauber war noch frei und Peter konnte, nachdem er seine Kreditkarte gezückt hatte, sich auf den Flug am nächsten Tag freuen.

M & M Store in Las Vegas

M & M Store in Las Vegas

Es ist eine eigene Wissenschaft, eine Busfahrkarte zu kaufen, aber mit der Hilfe von amerikanischen Touristen schafften wir es um 8 Dollar ein Ticket für 24 Stunden zu kaufen. Man muss genaues Geld haben, Wechselgeld gibt es nicht. Mit dem Expressbus fuhren wir in circa 30 Minuten North Bound, wo das große Outlet Center ist. Dort fanden wir sehr zum Leidwesen von Peter immer wieder ein Geschäft, in dem wir hofften etwas Interessantes zu entdecken. Die Bushaltestelle war leicht zu finden, denn gegenüber lagen die sehr modernen Gebäude im Regierungsviertel der Stadt. Als wir uns endlich in den Bus Richtung Süden setzen, waren einige Stunden vergangen.

Modernes Gebäude im Regierungsviertel der Stadt

Modernes Gebäude im Regierungsviertel der Stadt

Deshalb entschlossen wir uns, gleich im Planet Hollywood das Pasta Buffet zu uns zu nehmen. Ein Salat mit Ranch Dressing und Pasta so viel man essen will um 9,99 plus tax. Um die zu uns genommenen Kalorien wieder abzubauen, rannten wir fast ins Hotel Monte Carlo zurück. Viel Zeit hatten wir ohnehin nicht mehr. Umziehen, etwas Schminke und schon ging es wieder im Laufschritt zum Hotel gegenüber. Aber so leicht, wie man es sich vorstellt, ist es nicht, die Straße zu überqueren. Ein richtiger Hürdenlauf lag vor uns. Aber wir waren überpünktlich im großen KA Theater des MGM Grand, um uns die Vorstellung Cirqe du Soleil anzusehen.

Was uns erwartete, war ein unglaubliches Spektakel. Die meiste Zeit saß ich, glaube ich, mit offenem Mund und war einfach nur fasziniert davon, wie man die Schwerkraft auf der schiefen Ebene überwinden kann. Mit Lichteffekten wurde uns das Ertrinken der Zwillingsschwester vorgegaukelt. Ein großer Krieg lief vor unseren Augen ab. Jedoch wurde nie ganz das Gefühl außer acht gelassen, dass man sich ja eigentlich im Zirkus befand. Auf der Bühne war immer etwas los, Langweile konnte nicht aufkommen, wie in so manch anderem Theater.

Leider verging die Zeit viel zu schnell und es wurde wieder hell um uns herum. Nach der Vorstellung gab es noch einen Cocktail in der Rainforest Bar. Man kam sich vor wie mitten im Urwald. Peter nahm Platz auf einem Papagei, Margret kuschelte auf dem Hinterteil einer Giraffe und mein Hintern fand Platz auf einem Tiger- wie kann es sonst sein. Kurz bevor der Regen kam, verließen wir die Bar. Auf dem Strip liegen die meisten der großen und bekannten Hotels. Fotos von einigen bei Nacht möchte ich euch nicht vorenthalten.

Das Excalibur hat sich König Arthur und seine Tafelrunde zum Thema gemacht und Mittelalter wird in der großen Burg auch heute noch gelebt. Man kann speisen, wie die Raubritter oder aber auch Sushi essen, denn der Vormarsch und die Übernahme Las Vegas durch die Asiaten ist durchaus geglückt. In den 4.032 Zimmern ist genügend Platz.

Hotel Excalibur, Las Vegas

Hotel Excalibur, Las Vegas

Kehrt man dem Mittelalter den Rücken, befindet man sich in der modernen Großstadt New York. Vor einem tauchen die Freiheitsstatue, das Empire State Building und das Chrysler Gebäude auf – ein kleiner Vorgeschmack, auf das was noch kommen würde. Eine teuflische Achterbahn windet sich um die Bettenburg. Mir wird beim Anblick schon schlecht. Von Peter hörte ich schon zum dritten Mal (so oft waren wir nämlich schon gemeinsam in Vegas), dass er gerne mit der Bahn fahren würde, aber weiß der Teufel wieso er sich noch nie in das Ding gesetzt hat?

Hotel New York New York, Las Vegas

Hotel New York New York, Las Vegas

Endlich in unser Hotel zurückgekehrt, dachte ich, dass es an der Zeit sei, etwas Geld in einen der vielen Automaten zu stecken. Ich suchte mir einfach zum Spaß einen Banditen, auf dem man noch mit einem Cent spielen konnte. Dort investierte ich meinen Dollar (daran erkennt man wohl, dass ich so gar kein Spieler bin) und schnell setzte ich ihn in den Sand. Dann wurden auch Margret und Peter mutig. Peter investierte so wie ich auch einen Dollar und gewann scheinbar innerhalb von einigen Minuten wie er sagte 54 Dollar. Sofort druckte er seinen Gutschein aus. Er wollte seinen Gewinn in hochprozentigem Bereich anlegen. Irgendwie kam mir dies suspekt vor und ich betrachtete den Bon genauer. Ich erkannte auch sofort, wo der Hund begraben lag – im PUNKT. Vor der 54 war nämlich ein Punkt, was bedeutete, dass von Peter’s Dollar einfach nur noch 54 Cent übrig waren. Mit dem reich werden war wohl auch in Las Vegas nichts.

Posted by FEgoesUSAwest 02:39 Archived in USA

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